Die Historie von Persil
Entdecken Sie die Geschichte von 1907 bis heute
1907 – Persil, das erste selbsttätige Waschmittel.
1907 gelingt es den Chemikern von Henkel, das Waschen zu revolutionieren. Sie kombinieren Natriumsilikat mit Natriumperborat, das beim Kochen der Wäsche fein perlenden Sauerstoff freisetzt. Dieser bewirkt nicht nur - im Gegensatz zum bis dahin verwendeten Chlor - eine besonders textilschonende und geruchlose Bleiche. Er nimmt den Hausfrauen auch das anstrengende und zeitraubende Reiben, Schwenken und Walken der Wäsche ab. Das erste selbsttätige Waschmittel ist geboren: Persil.
Am 6. Juni 1907 erscheint die erste Ankündigungsanzeige in der Düsseldorfer Zeitung. Anschließend kommt Persil in von Hand gefertigten und befüllten Packungen aus Strohkarton mit bedrucktem Hüllenblatt in den Handel.
Nach dem erfolgreichen Start in Deutschland wird Persil 1908 in der österreich-ungarischen Monarchie von Gottlieb Voith aus Wien eingeführt.
1922 – Die Weiße Dame startet ihren Werbefeldzug für Persil.
Wer kennt sie nicht, die Dame ganz in Weiß mit einer Persil Packung in der linken Hand? Sie entstammt dem Atelier des Berliner Künstlers Kurt Heiligenstaedt, einem bekannten Karikaturisten. Er wird 1922 damit beauftragt, ein Persil Plakat zu gestalten. Die Weiße Dame ist jedoch keineswegs eine Phantasiefigur, sondern vielmehr die 18-jährige Freundin des Künstlers. Mit ihr gemeinsam kauft Heiligenstaedt ein weißes Kleid in einem Modehaus am Alexanderplatz und lässt sie dann mit Florentiner-Hut und Produktpackung Modell stehen. Das Ergebnis ziert fortan Blechschilder, Plakate, Hausgiebel und Straßenuhren. Über viele Jahrzehnte hinweg bleibt die Weiße Dame mit sich wandelnden Frauentypen und Moderichtungen zentrale Werbefigur von Persil.
1950 – Der Krieg ist vorbei, Persil wieder da.
Alle scheinen nur darauf gewartet zu haben: Kaum ist Persil nach Ende des Zweiten Weltkriegs wieder in den Geschäften zu haben, ist es auch schnell zu 75 Prozent ausverkauft. Persil bedeutet für viele ein Stück Rückkehr zur Normalität, zum Frieden. "Aus Düsseldorf kommt wieder Persil" verkündet ein gigantisches Spruchband über der Rheinbrücke. Mit Leuchtreklame, Fähnchen und Plakaten wird der Produktname wieder deutschlandweit in Erinnerung gerufen. Die Waschmittelrezeptur wurde lediglich geringfügig verändert: Es wurden optische Aufheller hinzugefügt, die der Wäsche ein noch reineres Weiß verleihen sollen.
1959 – Persil 59 – das beste Persil, das es je gab.
In den 50er und frühen 60er Jahren wird der Waschmittelmarkt durch die Erfindung der Waschmaschine revolutioniert. Henkel reagiert auf die neuen Anforderungen mit "Persil 59" – dem ersten synthetischen Waschmittel und gleichzeitig dem besten Persil, das es je gab. So jedenfalls lautet das Werbeversprechen, das dem Kunden mittels breit angelegter Print-, Funk- und TV-Kampagne vermittelt wird.
1970 – Persil 70 – ganz klar "Unser Bestes".
1970 wird erstmals mit überwältigendem Erfolg die Promotion "Unser Bestes" durchgeführt. Seither ist die rote Masche nicht mehr aus der Persil Werbung wegzudenken und schmückt regelmäßig das beste Persil seiner Zeiten.
Als Persil 70, das erste biologisch aktive Waschmittel, auf den Markt kommt, ist Persil bereits fast überall in Europa verfügbar.
1973 – Persil. Da weiß man, was man hat.
Mit Einführung dieses neuen Persil erscheint der Produktname auf der Packung ohne Zusatz einer Jahreszahl, wie es bis jetzt die Regel war. Dafür wird in der Kommunikation ein neuer Slogan eingeführt, der beim Verbraucher dauerhaft in Erinnerung bleiben wird: Persil. Da weiß man, was man hat.
1986 – Persil Phosphatfrei - Fortschritt für die Umwelt.
Umweltschutz wird in den 80er Jahren zu einem immer relevanteren Thema. Bei Henkel hat er bereits eine lange Geschichte: Schon Anfang der 50er Jahre werden Versuche zur Erforschung der biologischen Abbaubarkeit von Tensiden unternommen. 1966 wird das Forschungsprojekt „Phosphatersatz“ ins Leben gerufen. Denn sowohl Tenside, die den Schmutz aus der Wäsche lösen, als auch Phosphate, die das Wasser weich machen, belasten die Gewässer. Es gelingt, Tenside zu entwickeln, die immer besser ökologisch abbaubar sind. Und für Phosphat finden die Forscher sogar einen Austauschstoff: Zeolith A (Sasil®). Er wird 1973 zum Patent angemeldet.
1987 – Persil Flüssig - die Alternative zum Pulver.
Wieder einmal erweitert Henkel das Persil Sortiment. Diesmal um ein Produkt, das einen bereits existierenden Nischenbereich des Waschmittelmarktes revolutionieren soll: Persil Flüssig.
1994 – Persil Megaperls® Perlen statt Pulver.
Ein weiterer Meilenstein in der Persil Geschichte: Die Entwicklung eines Waschmittels, das über eine noch bessere Waschleistung verfügt und gleichzeitig deutlich geringer dosiert werden kann. Über fünf Jahre arbeiteten die Henkel Forscher an einem Verfahren, um Wirkstoffe entsprechend hoch zu konzentrieren. Eine vollständig neue Produktionstechnik bringt den Durchbruch und eine neue Waschmittelgeneration: Perlen statt Pulver. Wo 290 Milliliter herkömmlichen Pulvers eingesetzt werden mussten, reichen ab sofort 95 Milliliter des neuen Waschmittels. Die Persil Megaperls® – angeboten in leichten 1,6-Kilo-Paketen mit Sichtfenster – verschaffen Henkel einen deutlichen Innovationsvorsprung. In ganz Europa wird die neue Waschmitteltechnologie zum Patent angemeldet.
1998 – Persil Tabs: Tabletten für die Waschmaschine.
Convenience ist das Zauberwort: Wie kann man Verbrauchern das Waschen so einfach und bequem wie möglich machen? Henkel findet auch hierfür eine Lösung: Universal-Waschmittel in Tablettenform. Persil Tabs sind aus hochverdichteten Wirkstoffen zusammengesetzt, die in zwei Phasen getrennt sind – deutlich erkennbar an der blauen und der weißen Seite. Die fertigen Portionen müssen nur noch in die Einspülkammer gelegt werden – schon kann das Waschen beginnen.
1999 – Persil Sensitiv: Für Menschen mit empfindlicher Haut.
Speziell für Menschen, die zu empfindlicher Haut neigen oder an Allergien leiden, hat Henkel gemeinsam mit dem Deutschen Allergie- und Asthmabund e.V. ein Produkt entwickelt, das zusätzlich zur gewohnten Waschleistung sehr gut hautverträglich ist: Persil Sensitiv.
2003 – Persil Color – „kraftverstärkt bei 40 °C".
Persil entwickelt in diesem Jahr das neue Persil Color, das bereits bei 40 °C deutlich besser Ihre hartnäckigen Flecken entfernt und gleichzeitig schonend zu Fasern, Form und Farbe Ihrer Wäsche ist.
2006 – Ein Hauch von Silan
Ein einzigartiges Wohlfühlerlebnis frischer Wäsche wird durch die Kombination von Persil mit einem Hauch von Silan erreicht. Die innovative Persil Variante sorgt durch ein besonderes Duft- und Weichheitserlebnis für ein neues Gefühl von Reinheit, Weichheit und Frische.
2007 – Persil wird 100 Jahre.
Persil feiert seinen 100. Geburtstag und kommt in einem neuen, modernen Design und mit verbesserten Rezepturen auf den Markt.
2008 – Persil GOLD mit der Kaltkraft-Formel.
Persil Gold erfüllt die höchsten Qualitätsansprüche, die an ein Waschmittel gestellt werden können. Es sorgt dank seiner Kaltkraft-Formel schon bei ganz niedrigen Temperaturen für strahlende Reinheit und erhält die leuchtenden Farben Ihrer Kleidung. Nebenbei sparen Sie Energie und können somit die Umwelt schonen.
2010 – Klein. Kraftvoll. Super ergiebig.
Persil bringt im Juni das neue Superkonzentrat ActicPower auf den Markt. ActicPower ist in den Versionen Universal und Color erhältlich und sorgt schon ab 15 °C für leuchtende Farben und strahlende Reinheit. Die handliche 750 ml Flasche ist ebenso ergiebig wie die bisherigen Gele, denn ActicPower ist hochkonzentriert und weniger als eine halbe Kappe reicht aus, um die gewohnte Waschwirkung zu erzielen.
2011 – Nur reine Wäsche kann richtig strahlen.
Aus diesem Grund gibt es Persil seit Februar 2011 mit der neuen Leuchtkraft-Formel. Sie entfernt selbst kleinste Kalk- und Schmutzpartikel und bringt das Leuchten der Wäsche zurück. So bleibt die Wäsche nicht nur länger schön, sondern strahlt wie am ersten Tag.
Und auch die Etiketten erstrahlen fortan in einem neu gestalteten, farbenprächtigen Design.
